„Nichts berührt mich mehr, als andere mit meinen Geschichten zu berühren.“

Vom Dokumentarfilm zum Spielfilm

Meine Mutter, die indische Regie-Studentin Chetna Vora und mein Vater, der Kamera-Student Lars Barthel haben mich während ihres Filmstudiums in Potsdam-Babelsberg auf die Welt gebracht. Die ersten fünf Jahre bin ich so gut wie ausschließlich unterm Schneidetisch aufgewachsen. Später, nach unserer Ausreise nach Indien und Westberlin, drehte ich mit der Videokamera meiner Eltern erste spielerische Filme .

Ab 1995 wurde ich für diverse Rollen entdeckt u.a. Hauptrollen in „Alltag“ (Regie: Neco Çelik) und „Samsara“ (Regie: Pan Nalin). Der Wunsch, selbst Filme zu machen, wurde durch die Arbeit als Schauspielerin verstärkt. Heute fließt die Erfahrung in meine Arbeit und ich setze darauf, Schauspieler*innenden den Raum zu geben, die Wahrheit ihrer Figur in Szene zu setzen.

Nach einer gescheiterten Regie-Bewerbung an der DFFB wollte ich erst recht FIlme machen. Ich schloss mich mit Künstlerinnen zusammen und wir drehten Dokumentarfilme über HipHoper in den USA „Bling Bling“.

Daraufhin bekam ich einen Auftrag vom ZDF für „Fifty Fifty“ – ein Portrait über zwei junge Mütter, die sich die Sorge um ihre Kinder mit ihren Exfreunden gerecht aufteilen wollten. Während der dokumentarischen Arbeit wurde meine Leidenschaft für den Spielfilm immer größer.

Studieren geht über Probieren

Von 2002 bis 2008 studierte ich Regie an der HFF Potsdam-Babelsberg und wurde schwanger. Meine Tochter Tara Meena Leiberg sollte auch unterm Schneidetisch aufwachsen. Meine persönliche Unvereinbarkeit von Beruf und Familie floss in die Geschichte zu meinem Abschlussfilm „Zwei zu Dritt“.

Die Finanzierung meiner ersten Kinokomödie „Marry Me!“ , bei der ich auch Head Autorin war, zog sich über mehrere Jahre. In dieser Zeit arbeitete ich u.a. in einer Videothek und realisierte Filmworkshops, z.B. in der Jugendstrafanstalt Plötzensee. 2014 erblickten mein Sohn und mein Debutfilm das Licht der Welt.

„Marry Me!“ wird vorallem wegen der vielfältigen Lebenswelten heute noch sehr gern gesehen.

Seitdem arbeite ich regelmäßig fürs Fernsehen und helfe die Vision der Autoren, Produzenten und Redakteuren unter einen Hut zu bekommen, inklusive meiner eigenen. dabei ist mir vorallem eine sensible, respektvolle und offen Kommunikation sehr wichtig. Meine persönlichen Highlights der letzten acht Jahre waren der Tatort Verborgen und die Komödie Zwei Weihnachtsmänner sind einer zuviel.

Ein Kopf voller Geschichten

Egal ob Krimi, Komödie oder Drama. Ich liebe es Geschichten in Filme umzusetzen – emotional, humorvoll und authentisch, ob allein oder mit Co-Autor*innen. Der gemeinsame Prozess ist für mich ein zentraler Bestandteil guter Stoffentwicklung.

Meine Stoffideen entstehen aus meinen Lebenserfahrungen und meinem Umfeld. Thematisch bewege ich mich vorwiegend in Komödien, Liebesgeschichten und Dramen.

Parallel zu meiner Regieausbildung habe ich diverse Skriptseminare und dramturgische Weiterbildungen belegt. Die Erfahrungen fließen auch in die Regiefassungen für Auftragsproduktionen ein.

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